Dietrich zur Nedden
Foto: Marion Gülzow

 

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Dietrich zur Nedden präsentiert
Parole Oblong!
Donnerstag, den 14. September 2016, 19.30 Uhr
Literaturpalast im Künstlerhaus Hannover

Oblongstars

Monika Rinck

Max Wallenhorst

in:

Im Begriffsstudio oder Phänomene im Plural

Monika Rincks Gedicht- und Essaybände haben schon Titel, für die es sich lohnt, die Bücher zu kaufen, etwa: Ah, das Love-Ding!, Honigprotokolle, Hasenhass, Risiko und Idiotie oder zuletzt schlicht Wir. Darin erkundet sie dann „Phänomene im Plural“ und formuliert die romantische Liebe gegenüber Freundeszirkeln - und natürlich findet man auch im Buchinnern Mengen von Worten und Sätzen, die man keinesfalls missen möchte, beispielsweise: "Und Wahrheit, wenn sie hier mal an den großen Möbeln rücken dürfe, habe es seit jeher nur mit Zeitkern gegeben.“

Sowieso recherchiert und sammelt Rinck in ihrem "Begriffsstudio" seit 1996 verblüffende Stilblüten: sprachlich Absurdes, Verrutschtes, Hieroglyphenhaftes, das sich als ungewollt fruchtbar erweist in seiner Produktivität für die Sprache. Bei denen, die es wissen müssen, ist Rinck längst bekannt für ihr wagemutiges Denken, für ihre kulturkritischen, hochpoetischen Gedichte und ihre intellektuellen Essays: „Das alles ist ungeheuer turbulent, atemberaubend klug, auch mal überkandidelt, dabei immer anregend, gebildet, stolz, überschwänglich und traurig", findet Autorenkollegin Iris Hanika.

Doch auch Max Wallenhorst besticht - laut Jury, die ihm jüngst den EDIT-Essaypreis 2016 zuerkannte - durch seinen "Kontakt zur Sprunghaftigkeit des Denkens, zur Vielstimmigkeit des Gedankengangs". So nimmt er gerne Parodie und Science Fiction wie zwei immer wieder ausbüchsende Hunde auf seine Gedankenspaziergänge mit.

Es treffen - mit Max und Monika sowie Oblongboss Dietrich - hier also drei ganz große Assoziationsakrobaten aufeinander und laden herzlich ein ins Innere des Begriffsstudios.

Monika Rinck, geb. 1969, lebt als Autorin und Übersetzerin in Berlin. Sie veröffentlichte u.a. das Begriffsstudio 1996–2001, fortgeführt unter www.begriffsstudio.de, und ist Teil der Rotten Kinck Schow. Rinck erhielt u.a. den Peter-Huchel-Preis 2013 und Kleist-Preis 2015.

Max Wallenhorst, geb. 1993, studiert am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Er arbeitet an Theorie, Performance und Fiktion und ist in CHANGE aktiv, einem Netzwerk junger Künstler*innen und Wissenschaftler*innen zur spekulativen Erfassung der Zehner Jahre.

Eintritt: 10,- / erm. 6,- Euro

Die Ankündigung haben wir vom Literaturhaus Hannover übernommen. Danke!


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